Die Rürup-Rente

Die Rürup-Rente ist eine Basisrente für Freiberufler und Selbstständige. Anders als bei der Riester-Rente erfolgt die Förderung allerdings nur in Form von steuerlichen Vergünstigungen. Die Aufwendungen sind bei den Sonderausgaben als Vorsorgeaufwendungen absetzbar. So wie beim Banksparplan oder Fondssparplan auch, wird in den Rürup-Sparplan eine monatliche Sparrate eingezahlt.

Rürup-Sparplan kompakt

  • Sichere Altersvorsorge für Selbständige und Freiberufler
  • Steuerliche Vorteile
  • Flexible Besparung
  • Lebenslange Rente garantiert
  • Hartz IV- und pfändungssicher


Vor-und Nachteile der Rürup-Rente

Auch für nicht rentenversicherungspflichtige Freiberufler und Selbstständige bietet sich eine staatlich geförderte Altersvorsorge: Die Rürup-Rente. Die nach dem Ökonom Bert Rürup bezeichnete Basisrente orientiert sich an der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Gegensatz zum gesetzlichen System ist sie aber kapitalgedeckt statt umlagefinanziert.

Bei der Rürup-Rente entstehen die Vorteile durch eine umfangreiche Steuerersparnis. Die Aufwendungen sind als Vorsorgeaufwendungen steuerlich unter den Sonderausgaben absetzbar. Zuschüsse erhalten Sparer hingegen keine. Zur Funktion des Sparplans: In den Rürup-Sparplan zahlt der Anleger einen regelmäßigen Betrag, wobei keine Mindestsumme definiert ist – somit lohnen bereits kleine Einstiegsbeträge.
Zusätzlich lassen sich jederzeit Sonderzahlungen leisten. Ausgezahlt wird die Rürup-Rente frühesten ab dem 60. Lebensjahr bzw. für alle ab dem 31. Dezember 2011 abgeschlossenen Verträge erst mit dem 62. Lebensjahr. Spätester Auszahlungsbeginn ist das 67. Lebensjahr. Auf ein Kapitalwahlrecht, d. h. den Abzug von Geld aus der Rürup-Rente muss der Sparer verzichten. Ebenfalls ausgeschlossen sind Beleihung, Verpfändung, Übertragung oder Verschenken des Ersparten. Im Übrigen darf der Rürup-Versicherungsvertrag nur in Form einer lebenslangen monatlichen Leibrente ausbezahlt werden. Wie beim Riester-Sparplan werden auch beim Rürup-Sparplan weder Abschluss- noch Provisionsgebühren fällig.

Übersicht: Vor- und Nachteile

  • Attraktive Steuervorteile
  • Staatlich geförderte Altersvorsorge
  • Ideal für Selbstständige und Freiberufler
  • Sparplan mit regelmäßiger, flexibler Einzahlung
  • Sicher bei Hartz IV oder Arbeitslosigkeit
  • Keine Beleihung o. Verpfändung – nicht vererbbar
  • Ohne Kapitalwahlrecht


Beratung - kostenlos und unverbindlich

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Steuervorteile und Besteuerung

Sparer beim Rürup-Sparplan können ihre Beiträge gemeinsam mit den Beiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung als Sonderausgaben steuerlich absetzen – maximal 20.000 Euro im Jahr (verheiratet: 40.000 Euro/Jahr). Diese Obergrenze gilt allerdings erst ab dem Jahr 2025. Bis dahin lässt sich ein prozentualer Anteil der jährlichen Beitragssumme geltend machen – siehe Übersicht rechts. Zur Erklärung: Start der Rürup-Rente war 2005. Im Jahr 2013 beträgt der absetzbare Anteil z. B. max. 15.200 Euro, also 76 % des Maximalbetrags. Bis 2025 steigt der Anteil pro Jahr um 2 % (siehe: § 10 EStG).

Beispielrechnung:

Bei einem Sparplan mit monatlichen Einzahlungen von 150 Euro ergibt sich im Jahr eine Summe von 1.800 Euro. Eine zusätzliche Sonderzahlung von 700 Euro erhöht den Beitrag auf insgesamt 2.500 Euro. Davon sind 2013 76 % steuerlich absetzbar. Das entspricht 1.900 Euro, die als Sonderausgaben anerkannt werden.

Besteuerung in der Rentenphase

Mit Rentenbeginn, also dem Eintritt in die Rentenphase, sind für Leistungen aus dem Rürup-Sparplan indes Steuerzahlungen fällig. Bis 2040 allerdings nur in begrenztem Umfang. Wie hoch der steuerpflichtige Anteil jeweils ist, hängt vom Eintrittsjahr ab. Wer z. B. 2013 in die Rentenphase eintritt, muss 66 % der Rürup-Rente versteuern. Dieser Prozentsatz wird lebenslang festgeschrieben. Bis 2020 steigt der steuerpflichtige Anteil jährlich um 2 %, danach bis 2040 um 1 % (siehe Darstellung „Besteuerung der Rürup-Rente“).

Steuer: Rürup-Beiträge absetzen

Steuerjahr Steuerlich absetzbar
Betrag max. absetzbarer Anteil
2005 12.000 Euro 60 %
2006 12.400 Euro 62 %
2007 12.800 Euro 64 %
2008 13.200 Euro 66 %
2009 13.600 Euro 68 %
2010 14.000 Euro 70 %
2011 14.400 Euro 72 %
2012 14.800 Euro 74 %
2013 15.200 Euro 76 %
2014 15.600 Euro 78 %
2015 16.000 Euro 80 %
2016 16.400 Euro 82 %
2017 16.800 Euro 84 %
2018 17.200 Euro 86 %
2019 17.600 Euro 88 %
2020 18.000 Euro 90 %
2021 18.400 Euro 92 %
2022 18.800 Euro 94 %
2024 19.200 Euro 96 %
2024 19.600 Euro 98 %
2025 20.000 Euro 100 %


Besteuerung der Rürup-Rente bis 2040 - Klick zum vergrößern

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