Ratgeber Altersvorsorge 2013 Seite 2

Für Selbstständige und Freiberufler: Die Rürup-Rente

Speziell für Selbstständige und Freiberufler eignet sich die 2005 eingeführte Basisrente, umgangssprachlich auch als Rürup-Rente bekannt. Ebenso wie beim Riestern profitieren Rürup-Sparer von einer staatlichen Förderung, allerdings nicht durch finanzielle Zuschüsse, sondern nur über steuerliche Vorteile. Wer eine Rürup-Rente abschließt, erhält Vergünstigungen bei der Einkommenssteuer während der Ansparphase, d. h. die Beiträge lassen sich beim Finanzamt als Sonderausgaben geltend machen – jährlich bis zu einer Höhe von 20.000 Euro für Singles (Ehepaare: 40.000 Euro). Einschränkend gilt: Diese maximale Obergrenze lässt sich in ihrer Gänze erst 2025 erreichen. Bis dahin ist nur ein prozentualer Anteil anrechenbar. 2013 sind 76% von 20.000 Euro absetzbar, also 15.600 Euro. Der Prozentsatz steigt pro Jahr um 2 Prozentpunkte, wie die Grafik unter diesem Link zeigt. 2025 sind 100% abzugsfähig.

Rürup-Rente – kostenloses Angebot

Besteuerung der Rürup-Rente
Weniger vorteilhaft ist die nachgelagerte Besteuerung: Mit Beginn der Auszahlung (frühestens ab dem 62. Lebensjahr) sind die Altersbezüge aus der Rürup-Rente zu versteuern. Die Höhe der steuerlichen Belastung hängt vom Jahr der ersten Auszahlung ab. Wer 2013 in die Rentenphase eintritt, muss einen Anteil von 66% versteuern. Bis 2020 steigt dieser Prozentsatz um 2 Prozent pro Jahr, danach bis 2040 um jeweils 1 Prozent. Dann sind 100% erreicht.

Grafik Rürup Entwicklung 2013

Gegenüberstellung der absetzbaren Sonderausgaben und des Anstiegs der Besteuerung im Rahmen der Rürup Rente bis 2025 – Grafik: Vergleich.info

Beispiel für die Sparphase:
Sie schließen einen Rürup-Sparplan mit einem monatlichen Einzahlungsbetrag von 250 Euro ab. Am Ende Jahres summieren sich die Beiträge damit auf 3.000 Euro. Als Sonderzahlung fließen weitere 600 Euro in den Sparplan, sodass sich die Summe auf 3.600 Euro erhöht. 2013 lässt sich ein Prozentsatz von 76% dieses Betrags steuerlich als Sonderausgabe absetzen, d. h. insgesamt 2.736 Euro.

Beispiel für die Auszahlungsphase:

Beginnt die Auszahlungsphase eines Rürup-Sparers 2025, dann sind 85% der Rente zu versteuern. Bei einer monatlichen Höhe von 400 Euro wären das 340 Euro. Liegt der Steuersatz bei 25%, so muss der Rentner entsprechend 85 Euro Steuern zahlen.

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Für wen eignet sich die Rürup-Rente?
Die Basis-Rente, besser bekannt als Rürup Rente (benannt nach dem Ökonomen Bert Rürup) ist ideal für Selbstständige und Freiberufler – also für diejenigen, die keine Riester-Rente abschließen dürfen. Außerdem bietet die Rürup-Rente Vorteile, wenn ein hoher Steuersatz vorliegt. Durch die Absetzung lässt sich das zu versteuernde Einkommen senken, was eine attraktive Ersparnis zur Folge hat. Ausbezahlt wird die Rürup-Rente im Übrigen nur in Form einer lebenslangen Leibrente. Einmalzahlungen sind bei zertifizierten Rürup-Verträgen nicht vorgesehen. Neben dem klassischen Modell bieten viele Anbieter noch Rürup-Fondssparpläne mit besseren Renditechancen an – allerdings auch höherem Risiko.

Vergleich.info-Tipp: Wer eine Rürup-Rente ins Auge fasst, sollte sich Angebote von verschiedenen Anbietern holen und vergleichen – insbesondere hinsichtlich der Gebühren. Eventuell empfiehlt sich, statt monatlicher Einzahlungen auf jährliche Beiträge umzustellen. Dort sind die Verwaltungskosten mitunter niedriger.

Beratung - kostenlos und unverbindlich

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Wo der Arbeitgeber hilft: Die betriebliche Altersvorsorge

Prinzipiell hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) – wovon die Deutschen allerdings in eher überschaubarem Ausmaß Gebrauch machen. Dabei verfügt die betriebliche Altersvorsorge über einige Vorteile, z. B. steuerliche Ersparnisse und die Organisation über den Arbeitgeber.

Betriebliche Altersvorsorge – kostenloses Angebot

Wie funktioniert die betriebliche Altersvorsorge?
In der Regel wird für eine betriebliche Altersvorsorge ein Teil des Gehalts umgewandelt („Entgeltumwandlung) – entweder vom monatlichen Einkommen oder von Sonderzahlungen (z. B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.). Der Arbeitgeber entnimmt den entsprechenden Betrag direkt aus dem Bruttogehalt. Für den Arbeitnehmer bedeutet das steuerliche Vorzüge, da sein zu versteuerndes Einkommen niedriger ausfällt. Außerdem muss er sich nicht selbst um die Vorsorgemodalitäten kümmern. Weitere Pluspunkte: Das eingezahlte Kapital ist nicht pfändbar und unverfallbar, d. h. die Rente aus der betrieblichen Altersvorsorge bleibt garantiert erhalten. Weniger vorteilhaft sind der derzeit niedrige Garantiezins und die nachgelagerte Besteuerung. Zusätzliches Manko: Die Auswahl, welche Anlagevariante für das Geld des Arbeitnehmers gewählt wird, obliegt dem Arbeitgeber. Die verschiedenen Durchführungswege finden sich hier.

Steuern und Sozialabgaben bei der bAV
Wie erwähnt, werden die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge aus dem Bruttogehalt entnommen. Im Jahr 2013 sind bis zu 2.784 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabefrei einzahlbar (grundsätzlich 4% der Beitragsbemessungsgrenze). Dieser Betrag lässt sich um weitere 1.800 Euro erhöhen. Darauf werden ebenfalls keine Steuern fällig, allerdings Sozialabgaben.

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Für wen eignet sich die betriebliche Altersvorsorge?
Die betriebliche Altersvorsorge eignet sich am ehesten für Mitarbeiter, die langfristig einem Unternehmen angehören. Unter bestimmten Voraussetzungen lässt sich die Altersvorsorge aber auch von einem Arbeitgeber zum nächsten transferieren. Diese Möglichkeit sollte bei Abschluss der bAV angesprochen werden. Wenig Sinn macht die betriebliche Altersvorsorge für Geringverdiener oder zeitlich befristeten Arbeitsverhältnissen. An diesem Punkt ist der Gesetzgeber gefragt, die betriebliche Altersvorsorge flexibler zu gestalten.

Vergleich.info-Tipp: Die betriebliche Altersvorsorge ist auch mit einer Riester-Förderung kombinierbar. In dieser Beziehung empfiehlt sich eine individuelle Beratung.

Alternativen für die private Altersvorsorge

Nicht für jeden eignen sich die vier von uns vorgestellten Varianten einer privaten Altersvorsorge. Aber es gibt Alternativen, z. B. die Investition in die eigenen vier Wände oder einen Bausparvertrag als Sparmodell. Wer nur unregelmäßig Geld zurücklegen kann und auf finanzielle Verfügbarkeit besteht, kann auch auf ein Tagesgeldkonto oder kurzfristige Festgeldanlagen zurückgreifen. Potentiell bieten sich außerdem Edelmetalle als sichere Kapitalanlage an, wobei bspw. Gold keine Rendite verspricht. Was die Deutschen tun, um ihre Situation im Alter zu verbessern, zeigt die folgende Statistik aus dem Vermögensbarometer 2013 des Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV).

Quelle: DSGV 2013

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