Ratgeber Altersvorsorge 2013

Private Altersvorsorge: So lässt sich für das Alter vorsorgen

Für viele Rentner reicht die gesetzliche Rente bereits heute nicht mehr zum Leben. Laut aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts stieg die Anzahl der Empfänger von Grundsicherung über 65 Jahren weiter an. Insgesamt bezogen im Jahr 2012 464.836 Personen aus dieser Altersklasse zusätzlichen Leistungen – ein Anstieg um 28.626 im Vergleich zum Vorjahr (+6,6%) (siehe Grafik 1). Besonders stark betroffen waren Rentner in den alten Bundesländern: 3,3% der Frauen sowie 2,5% der Männer im Rentenalter bezogen Grundsicherung. Im Osten lag der Anteil bei 2,1% (Frauen) bzw. 1,8% (Männer). Ein besorgniserregender und anhaltender Trend, darüber sind sich die Experten einig.

Statistik: Emp­fän­ger von Grund­siche­rung über 65 Jahre

Statistik Altersarmut Rentner

Grafik 1: Quelle – Statistisches Bundesamt/Oktober 2013

Die Entwicklungsprognosen der Rente sind nicht optimistisch. Als einzige Finanzierungssäule für einen abgesicherten Lebensabend reicht die gesetzliche Rentenversicherung entsprechend nicht mehr aus. Deshalb wird eine private Altersvorsorge wichtig. Welche Variante, hängt vom individuellen Einzelfall ab. Wir stellen Ihnen nachfolgend einige Modelle für eine private Vorsorge vor und erläutern, für wenn sich das Angebot eignet.

Staatlich gefördert vorsorgen: Riester-Rente

Obwohl oft kritisiert, gehört die Riester-Rente in ihren verschiedenen Modellen zu den am meisten gewählten Vorsorgeprodukten. Der Vorteil der Riester-Altersvorsorge liegt in der staatlichen Förderung (siehe Grafik 2). Jährlich sind bis zu 154,00 Euro als Grundzulage drin. Zusätzlich spendiert der Gesetzgeber pro Kind eine weitere Sonderzulage – 185,00 Euro für Kinder die vor 2008 geboren sind und 300,00 Euro für Nachwuchs ab dem Jahr 2008. Voraussetzung für die Sonderzulagen ist mindestens ein Monat Anspruch auf Kindergeld im entsprechenden Jahr. Sparer unter 25 Jahren können sich außerdem eine einmalige Abschlussprämie von 200,00 Euro sichern. Neben den Zulagen profitiert der Riester-Sparer von steuerlichen Vorteilen: Bis zu 2.100,00 Euro im Jahr können als Sonderausgabe beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Mögliche Förderung pro Jahr mit einer Riester-Rente

Grafik Riester_Rente Zulagen 2013

Grafik 2: Vergleich.info

Damit ein Anspruch auf die ungekürzte Zulage besteht, muss pro Jahr ein Mindesteigenbeitrag in den Riester-Vertrag fließen. Generell sind vier Prozent vom rentenversicherungspflichtigen Bruttoeinkommen des Vorjahres angesetzt. Der Sockelbetrag der nicht unterschritten werden darf liegt bei 60,00 Euro im Jahr (5,00 Euro/Monat). Der Höchstsatz beträgt 2.100,00 Euro.

Riester-Rente – kostenloses Angebot

Welche Varianten der Riester-Vorsorge gibt es?

Riester-Verträge gibt es in zahlreichen Varianten, wobei die staatliche Förderung prinzipiell bei allen Modellen gleich bleibt. Klassische Formen sind Riester-Banksparpläne, Riester-Rentenversicherungen (auch fondsgebunden), Riester-Fondsparpläne sowie Angebote innerhalb der betrieblichen Altersvorsorge. Besonders beliebt ist aktuell die sogenannte Eigenheimrente („Wohn-Riester“), d. h. die staatliche Förderung für den Bau, Kauf oder die Entschuldung von selbst genutzten Immobilien. Förderfähig sind sowohl Bausparverträge als auch Baufinanzierungsdarlehen.

Für wen eignet sich die Riester-Rente?

Gesetzlich geregelt ist der Anspruch auf die Altersvorsorgezulagen in § 10a des Einkommensteuergesetzes (EStG). Unmittelbar zulagenberechtigt sind demnach alle rentenversicherungspflichtigen Arbeitnehmer sowie Selbstständige, welche der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht unterliegen. Ebenfalls möglich ist der Abschluss eines Riester-Vertrags für Bezieher von ALG I und II (Hartz IV) sowie Krankengeld. Eine umfassende Auflistung sowie mehr Infos rund um die verschiedenen Angebote finden sich auf dieser Seite.

Riester-Rente im Vergleich - kostenlos und unverbindlich

Sie interessieren sich für eine Riester-Rente? Dann nutzen Sie einfach das folgende Formular. Sie erhalten dann auf einen Blick alle Tarife, die für Sie in Frage kommen. Auf Ihren Wunschwird sich ein fachkundiger Berater mit Ihnen in Verbindung setzen.

Der Klassiker: Die private Rentenversicherung

Die private Rentenversicherung ist der Klassiker unter den Altersvorsorgeprodukten. Sie gilt als eher konservative, allerdings sehr sichere Variante der Absicherung: Monatlich wird ein vorab definierter Betrag in einen Rententopf eingezahlt und mit einem Garantiezins verzinst (2013: 1,75% p.a.). Über den Garantiezins hinaus kann der Versicherungsnehmer eine sogenannte Überschussbeteiligung erhalten, d. h. eine Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg der Versicherung. Auf den letztgenannten Zinsüberschuss haben Versicherte indes keinen garantierten Anspruch.

Private Rentenversicherung – kostenloses Angebot

Vor- und Nachteile der privaten Rentenversicherung

Auf der Habenseite verbucht die private Rentenversicherung ein hohes Maß an Sicherheit sowie eine Extra-Rentenzahlung bis zum Lebensende. Weiterer Pluspunkt: Sie ist steuerlich sehr günstig. Bei Auszahlung als lebenslange Leibrente muss der Versicherte lediglich Steuern entsprechend dem Ertragsanteil zahlen. Gezahlt wird also nur ein Prozentsatz auf die Zinserträge des Rentenversicherungsvertrags. Die prozentuale Steuerhöhe orientiert sich am Alter des Versicherten bei Beginn der Auszahlung (siehe Tabelle). Dies ist in §22 EStG geregelt. Für Versicherungsnehmer, die sich das Kapital als Einmalbetrag auszahlen lassen, gelten hingegen andere Steuerregeln (analog der Kapitallebensversicherung: Ansparphase min. 12 Jahre, Rentenbeginn nicht vor dem 60. Lebensjahr, Halbeinkünfteverfahren).

Besteuerung private Rentenversicherung
Alter Steuer in % Alter Steuer in % Alter Steuer in %
52 29 58 24 64 19
53 28 59 23 65 18
54 27 60 22 66 18
55 26 61 22 67 17
56 26 62 21 68 16
57 25 63 20 69 15
Für lebenslange Leibrente – *Alter = Rentenbeginn

Nachteilig bei der privaten Rentenversicherung sind die vergleichsweise durchschnittlichen Zinsen sowie die fehlende Flexibilität in der Tarifgestaltung. Wichtig ist zudem, sich vor Vertragsabschluss die Kosten darlegen zu lassen. So schmälern Provisionen und Abschlussgebühren die spätere Altersvorsorge.

Vergleich.info-Tipp: Je früher eine private Rentenversicherung abgeschlossen wird, desto niedriger sind in der Regel die Beiträge. Es empfiehlt sich außerdem über eine fondsgebundene Variante nachzudenken, da hier ein besseres Ergebnis winkt.

Private Rentenversicherung – kostenloses Angebot

Für wen eignet sich eine private Rentenversicherung?
In einer Forsa-Umfrage gaben 64 % der Befragten an, dass sie über eine private Rentenversicherung bzw. Kapitallebensversicherung verfügen (siehe Sparerkompass Deutschland 2013). Entsprechend eignen sich diese Angebote für alle, die sich langfristig und ohne großes Risiko absichern wollen. Es empfiehlt sich, verschiedene Versicherungen anzufragen und sich umfassend über die Leistungen (inkl. Überschussbeteiligung) zu informieren.

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