Private Krankenversicherung: In welchem Alter in die PKV?

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) spielt bei der privaten Krankenversicherung (PKV) nicht das Einkommen eine entscheidende Rolle für die Höhe der Prämie. Die Kalkulation der Beiträge in der privaten Krankenversicherung basiert auf Maßgaben, die in der Person des Versicherten begründet sind.

Der PKV Beitrag richtet sich nach

  • dem Eintrittsalter,
  • den versicherten Leistungen und
  • dem Gesundheitszustand mit möglichen Risikofaktoren und Vorerkrankungen

Durch ein niedriges Eintrittsalter Geld sparen!

”PKVJe jünger der Versicherte in die Private Krankenversicherung einsteigt, desto günstiger ist das Beitragsniveau für die gesamte Laufzeit des Vertrages. Ein schlechter gesundheitlicher Zustand oder mögliche Vorerkrankungen oder Risikofaktoren lassen den Versicherungsbeitrag deutlich ansteigen. In jungen Jahren fallen in der Regel noch keine hohen Behandlungskosten für den Versicherten an. Dadurch können die privaten Versicherer einen vergleichsweise niedrigen Beitrag anbieten. Je höher das Eintrittsalter, desto höher muss der Beitrag ausfallen, denn nur so können die Kassen eine ausreichende Zuführung zu den Altersrückstellungen ermöglichen.

Wie wird das Eintrittsalter berechnet?

Bei vielen Gesellschaften ist es so, dass das Eintrittsalter nicht dem tatsächlichen Alter des Versicherten entspricht. Das Eintrittsalter wird wie folgt berechnet:

Eintrittsalter = Geburtsjahr – Jahr des Versicherungsbeginns

Ausgenommen von der Altersberechnung sind Kinder. Diese werden in die Altersgruppen 0 bis 16 Jahre und Jugendliche in die Altersgruppe 17 bis 20 Jahre eingestuft. Hat der Versicherungsnehmer das 20. Lebensjahr vollendet, gilt ab Beginn des folgenden Kalenderjahres der Beitrag für das Eintrittsalter 21.

Die Einteilung in die Altersgruppen und die Einstufung in den Erwachsenentarif wird von jeder privaten Krankenversicherung individuell bestimmt.

Vergleich.info Tipp: Vor dem Wechsel zur PKV empfehlen wir Ihnen, verschiedene Tarife miteinander zu vergleichen. Im PKV-Test 2013 wurden über 800 Tarifkombinationen von 30 verschiedenen PKV-Versicherern unter die Lupe genommen und für Sie getestet.

Bis zu welchem Alter ist der Wechsel zur PKV möglich?

Ein Wechsel zur privaten Krankenversicherung ist prinzipiell bis zum 55. Lebensjahr möglich. Allerdings ist daran zu denken, dass der Versicherer die Aufnahme in die PKV an eine Gesundheitsprüfung knüpfen wird. Außerdem wird mit steigendem Alter der Zeitraum für den Aufbau von Altersrückstellungen proportional kürzer. Rein wirtschaftlich betrachtet ist der Wechsel in eine PKV nur für junge und gesunde Versicherte sinnvoll.

Vergleich.info Tipp: Wenn Sie den Krankenversicherungsschutz vorübergehend nicht benötigen, können Sie mit einer Anwartschaftsversicherung eine Gesundheitsprüfung oder ein höheres Eintrittsalter bei der Rückkehr oder dem tatsächlichen Eintritt in die PKV vermeiden.

Risikoprüfung: Welche Gesundheitsfragen werden gestellt?

Gibt es bereits Vorerkrankungen, kann sich der normal zu entrichtende Beitrag durch einen Risikozuschlag erhöhen. Im Rahmen der Risikoprüfung werden neben objektiven Daten wie Alter, Adresse und Bankverbindung subjektive Merkmale des Antragstellers aufgenommen. Unterschieden wird zwischen ambulanten, stationären und zahnärztlichen Behandlungen:

  • Ambulante Behandlungen der letzten 3 Jahre,
  • Stationäre Behandlungen der letzten 5 Jahre,
  • Zahnbehandlungen der letzten 3 Jahre,
  • Aktueller Gebisszustand,
  • Psychiatrische Therapien der letzten 10 Jahre,
  • Fragen zu bestehenden Erkrankungen und Folgen von Krankheiten

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