Ratgeber zur PKV für Künstler Bild

Private Krankenversicherung für Künstler

In die private Krankenversicherung können Künstler oder Publizisten, die von ihrer Krankenversicherungspflicht befreit sind – d. h. entweder ein Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze (2013: 52.200 Euro/Jahr) besitzen oder sich als Berufsanfänger befreien lassen. Die PKV-Mitgliedschaft besteht direkt bei der Versicherungsgesellschaft oder über die Künstlersozialkasse. Ist die KSK involviert, besteht ein Anspruch auf Zuschuss zu den Aufwendungen der privaten Kranken- und Pflegeversicherung. Der Zuschuss muss schriftlich beantragt werden. In welcher Höhe die Bezuschussung gewährt wird, hängt an den individuellen Aufwendungen sowie dem erzielten Jahreseinkommen.

Vergleich der privaten Krankenversicherung für Künstler

Ein PKV-Vergleich lohnt sich selbstverständlich auch für Künstler oder Publizisten, da die Versicherungen unterschiedliche Tarife mit verschiedenen Leistungen anbieten. Entsprechend ist der Vergleich eine Möglichkeit, sich einen schnellen und individuellen Überblick zu verschaffen. Die Wahl der privaten Krankenversicherung bleibt dem Künstler überlassen. Nutzen Sie die Einstellung “Selbstständig” bei Berufsgruppe.

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Was ist die Künstlersozialkasse?

Seit 1983 besteht die Künstlersozialkasse (KSK) (bzw. die Künstlersozialversicherung KSV), die für freischaffende Künstler und Publizisten gegründet wurde. Diese ermöglicht Künstlern eine Absicherung in der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung. In die Künstlersozialkasse können alle bildenden und darstellenden Künstler sowie diverse publizistisch Tätige (u. a. Journalisten, Schriftsteller, wissenschaftliche Autoren). Ebenfalls möglich ist der Eintritt in die Künstlersozialkasse für artverwandte Berufe, z. B. freiberufliche Werbefachleute oder Übersetzer.

Wie funktioniert die Künstlersozialkasse?

Selbst wenn gelegentlich der Eindruck entsteht: Die Künstlersozialkasse ist kein eigenständiger Leistungsträger, d. h. keine gesetzliche Krankenkasse. Die Künstler sind lediglich über die KSK bei der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung versichert. Der Unterschied zur klassischen Krankenversicherung besteht primär in der Art der Beitragsfinanzierung. So tragen die selbstständigen Künstler und Publizisten (wie gewohnt) 50% des Versicherungsbeitrags, während sich die andere Hälfte aus Künstlersozialabgaben von „Verwertern“ sowie einem staatlichen Zuschuss generiert. Typische „Verwerter“ sind beispielsweise Theater, Museen, Galerien, Orchester, Rundfunk und Fernsehen sowie Verlage oder Presseagenturen – kurzum alle Unternehmen, die künstlerische und publizistische Werke „verwerten“.

Statistik: Mitglieder in der Künstlersozialkasse - Gesamt

Quelle: Künstlersozialkasse, Stand 31.12.2012 – ab 1992 inkl. neue Bundesländer

Lohnt sich die private Krankenversicherung für alle Künstler?

Auch Künstler müssen in der PKV eine Risiko- und Gesundheitsprüfung absolvieren, also detailliert Auskunft über Gesundheitszustand und ihre Tätigkeit abgeben. Für einen Großteil der Künstler bzw. Publizisten dürften daraus keine Schwierigkeit entstehen, z. B. für Schriftsteller, Fotographen, Musiker, Maler oder Journalisten. Anders ist dies bei künstlerischen Aktivitäten wie Artist oder Trapezkünstler, die über ein erhöhtes Unfallrisiko verfügen. Solche Künstler müssen mit hohen Risikozuschlägen rechnen, sodass sich die Beiträge in der PKV wahrscheinlich eher unattraktiv gestalten. Für jene bleibt die Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse sinnvoll.

Tipp: Krankentagegeld nicht vergessen!

Wird bei angestellten Versicherungsnehmern aus Kostengründen gerne auf ein privates Krankentagegeld verzichtet, ist es für Selbstständige, Freiberufler oder eben Künstler praktisch unerlässlich. Ohne ein Krankentagegeld kann ein gesundheitsbedingter Verdienstausfall schnell existenzbedrohend sein. Mehr zum Krankentagesgeld findet sich auf dieser Seite.

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