Gesetzliche Krankenversicherung - GKV

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ist für Bundesbürger, deren Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze von derzeit 4.350,00 Euro pro Monat liegt, verpflichtend.
Hauptaufgabe der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Gesundheit der Versicherten zu erhalten, wiederherzustellen oder ggf. zu verbessern. Das System der gesetzlichen Krankenversicherung basiert auf dem Solidaritätsprinzip, das bedeutet alle Versicherungsnehmer haben prinzipiell den gleichen Leistungsanspruch (geregelt nach SGB V – Sozialgesetzbuch). Die Wahrnehmung der Aufgaben der GKV obliegt den Krankenkassen.
Pflichtversicherte müssen sich einer davon anschließen, wobei ein Wechsel potentiell möglich ist. Insgesamt sind derzeit 146 gesetzliche Krankenkassen tätig. Obwohl die Beitragssätze seit einigen Jahren ebenfalls in allen Kassen gleich sind, lohnt ein Vergleich der Versicherungsangebote, um sich den individuell besten Service ohne Zusatzbeiträge zu sichern. Nutzen Sie das folgende Formular für Ihre unverbindliche und kostenlose Angebotsanfrage.

Infos: Gesetzliche Krankenversicherung

  • Einheitlicher Beitragssatz für alle Kassen
  • Wechsel der Krankenkasse generell machbar
  • Beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern ohne Einkommen und Kindern
  • Keine Ablehnung durch GKV möglich
  • Keine Gesundheitsprüfung, keine Vorkasse
  • Inklusive Rehabilitation, Kranken- und Mutterschaftsgeld
  • Allerdings: Eingeschränkte Tarifwahl, langfristige Bindung
  • Nur gesetzliche Regelleistungen!
  • Hohe Zuzahlungen bei Zahnersatz, keine Übernahme von Heilpraktikerkosten



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Beitragsbemessung in der GKV

Die Beitragsbemessung erfolgt – ebenso wie die Leistung der GKV – seit 2009 einheitlich. Zuvor waren die Sätze je nach Krankenversicherung unterschiedlich (Entwicklung der Beitragssätze: siehe rechts). Alle Mitglieder in den gesetzlichen Krankenkassen zahlen jetzt den gleichen prozentualen Anteil ihres Einkommens, d. h. die eigenen finanziellen Möglichkeiten dienen als Richtmaß. Der Beitragssatz wird darüber hinaus in einen Arbeitnehmer- und einen Arbeitgeberteil gesplittet, jedoch seit 2005 nicht mehr paritätisch, sondern derzeit 7,3 % auf AN-Seite und 8,2 % für den AG. Eine vom Gesetzgeber definierte Beitragsbemessungsgrenze gibt zudem eine Grenze an, über der der die Beiträge zur Krankenversicherung nicht mehr steigen. Wichtig: Die Beitragsbemessungsgrenze ist von der Versicherungspflichtgrenze zu unterscheiden. Letztere bestimmt, ab welcher Summe des Brutto-Arbeitsentgelts ein Arbeitnehmer nicht mehr in der GKV pflichtversichert ist.

Obwohl die Beiträge in der GKV einheitlich geregelt sind, macht ein Vergleich der Anbieter dennoch weiterhin Sinn. Einerseits besteht für Krankenkassen generell noch die Möglichkeit Zusatzbeiträge zu erheben, welche die Belastung für den Versicherungsnehmer spürbar anheben. Inzwischen verzichten allerdings viele Versicherungsgesellschaften auf diese Option, da die Erhebung in der Regel zu einem starken Mitgliederschwund führt. Mitglieder in der GKV können nämlich, sobald ein Zusatzbeitrag anfällt, eine außerordentliche Kündigung einreichen und in eine Krankenkasse ohne Zusatzbeitrag wechseln. Statt auf Zusatzbeiträge setzen die Versicherer deshalb immer mehr auf die Anpassung von Leistungen zur Kostenersparnis. Entsprechend sollten Versicherungsnehmer die Kassen vor allem anhand ihres besonderen Leistungsspektrums vergleichen, d. h. sich an eventuellen Beitragserstattungen sowie Bonusprogrammen orientieren.

Entwicklung des GKV-Beitragssatzes

Übersicht: Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit Inkrafttreten des Gesundheitsfonds zum 1.1.2009 ist der Beitragssatz für alle Krankenkassen einheitlich, davor gilt die Angabe als Durchschnittswert.

Jahr Beitragssatz GKV
1970 8,2 %
1980 11,4 %
1990 12,5 %
1998 13,6 %
1999 13,6 %
2000 13,6 %
2001 13,6 %
2002 14,0 %
2003 14,3 %
2004 14,2 %
2005 14,2 %
2006 14,2 %
2007 14,8 %
2008 14,9 %
ab Januar 2009 15,5 %
ab Juli 2009 14,9 %
2010 14,9 %
2011 15,5 %
2012 15,5 %
2013 15,5 %


Gesetzliche Krankenkasse wechseln

Wenn Sie mit Ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht mehr zufrieden sind, können Sie prinzipiell einfach zu einer anderen Krankenversicherung wechseln. Die Wahl der Krankenkasse steht jedem Versicherungsnehmer frei. Gesetzliche Krankenkassen können Sie übrigens nicht ablehnen, sollten Sie einen Antrag auf Aufnahme stellen. Allerdings sind vor dem Wechsel bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. In erster Linie müssen Sie ihrer bisherigen Krankenkasse eine rechtzeitige Kündigung zukommen lassen, üblicherweise mit einer Frist von 2 Monaten zum Monatsende. Stellen Sie idealerweise parallel den Antrag bei ihrer künftigen Krankenversicherung, um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten. An die neue Krankenkasse sind Sie in den folgenden 18 Monaten gebunden. Unterlassen Sie nach der Kündigung die Suche nach einer neuen Krankenversicherung, tritt die bisherige GKV wieder in Kraft. Ein Sonderkündigungsrecht besteht, sofern ihre gesetzliche Krankenversicherung einen Zusatzbeitrag erhebt. Dann können Sie jederzeit (auch innerhalb der 18 Monate) mit einer Frist von 2 Monaten die Krankenkasse wechseln.

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