Bauhelfer-Unfallversicherung

Um die Kosten beim Hausbau nicht zu sehr in die Höhe zu treiben, greifen viele Häuslebauer auf die Hilfe von Freunden, Kollegen, Verwandten oder Bekannten zurück. Vor allem bei privat organisierten Helfern sorgt die fehlende fachliche Qualifikation oder die nötige Routine für ein erhöhtes Unfall-Risiko auf der Baustelle.

Unabhängig davon, ob die Helfer entlohnt werden oder nicht, muss der Bauherr seine Helfer bei der zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft (BauBG) anmelden. Sollte es zu einem Arbeitsunfall kommen, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Kosten. Die Bauhelfer-Unfallversicherung deckt nur Personenschäden ab, die auf der Baustelle oder auf dem Weg dorthin eintreten. Sachschäden und Schmerzensgeldansprüche sind ausgeschlossen.

Bauhelfer-Unfallversicherung im Überblick

  • Preiswerte Bauhelfer-Unfallversicherung bereits ab 83,75 Euro pro Jahr
  • Schutz für Freunde, Kollegen, Verwandte und alle anderen Bauhelfer
  • Alle Testsieger im Vergleich
  • Für einzelne Bauhelfer abschließbar
  • Versicherte Personen bleiben anonym
  • Hohe Flexibilität
  • Kein Höchstaufnahmealter
  • Keine Wartezeiten, sofortiger Versicherungsschutz



Wichtige Informationen zur gesetzlichen Unfallversicherung

Unabhängig davon, ob der Bauhelfer dauernd oder nur vorübergehend für Arbeiten beschäftigt wird, ist dieser kraft Gesetzes unfallversichert. Der Bauherr gilt im Sine des Sozialgesetzbuches IIV als „Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten“ und hat somit alle Verpflichtungen eines Unternehmens gegenüber der Bau-Berufsgenossenschaft zu erfüllen.

Meldepflicht gemäß § 192 Sozialgesetzbuch VII:

Die Anmeldung aller auf der Baustelle beschäftigten Helfer bei der zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft muss innerhalb einer Woche nach Baubeginn vollzogen werden.

Versicherungsschutz besteht sogar dann, wenn die Bauhelfer nicht ordnungsgemäß gemeldet worden sind. In diesem Fall wird dem Bauherrn allerdings ein empfindliches Bußgeld auferlegt.

Der Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung für Bauhelfer beginnt sofort und läuft mit der Fertigstellung des Hauses automatisch ab. Eine gesonderte Kündigung ist nicht erforderlich.

Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung:

Über die gesetzliche Unfallversicherung sind Personen während der Arbeit und auf dem Weg dorthin abgesichert. Die Berufsgenossenschaft übernimmt im Einzelnen:

  • Übernahme der Kosten für die Heilbehandlung sowie die medizinische Rehabilitation: z. B. Erstversorgung, ärztliche Behandlung, Behandlung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen.
  • Leistungen bei Pflegebedürftigkeit: Solange Versicherte infolge des Unfalls so hilflos sind, dass sie für die gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Versicherungen des täglichen Lebens in erheblichem Umfang der Hilfe bedürften, wird Pflegegeld gezahlt, eine Pflegekraft eingestellt oder Heimpflege gewährt.
  • Verletztengeld wird während der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit gezahlt, längstens jedoch bis zum Ende der 78. Krankheitswoche. Das Verletztengeld beträgt 80 Prozent des letzten monatlichen Bruttogehalts.
  • Übergangsgeld: Wenn der Versicherte seine ursprüngliche Tätigkeit nicht mehr aufnehmen kann und eine berufliche Neuorientierung notwendig wird, zahlt die BG Bau während der „beruflichen Rehabilitation“ ein Übergangsgeld.
  • Anspruch auf eine Verletztenrente besteht, wenn über die 26. Woche nach Eintritt des Arbeitsunfalls trotzdem ein Schaden bleibt, der die Erwerbsfähigkeit um mindestens 20 Prozent mindert. Die Rente kann auch als einmalige Abfindung gezahlt werden, sofern die Schädigung unter 40 Prozent liegt und die Rentenzahlung voraussichtlich nur eine bestimmte Zeit dauern wird.
  • Hinterbliebene haben Anspruch auf Hinterbliebenenleistung: Als Hinterbliebenenrente werden Sterbegeld, Witwen- oder Witwerrente und Waisenrente gewährt.

Zusätzliche private Absicherung für Bauherrn

Der Bauherr selbst und sein Ehegatte sind nicht gesetzlich versichert. Um auch selbst vor den Folgen eines Unfalls auf der Baustelle geschützt zu sein, können sich Häuslebauer über eine zusätzliche private Bauhelfer-Unfallversicherung freiwillig absichern. Dies ist dann empfehlenswert, wenn keine private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung vorhanden ist.

Ausnahme: Wer privat mit öffentlichen Fördermitteln baut, ist zusammen mit den Bauhelfern und dem Ehegatten versichert. Dann sind die Gemeindeunfallversicherungsverbände oder Unfallkassen zuständig.

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