Bauherren-Haftpflichtversicherung

Stolperkanten, ein offener Kanalschacht, herabfallende Dachziegel – auf einer Baustelle lauern viele Gefahren. Kommt es zu einem Schaden, wird der Bauherr in Anspruch genommen. Dieser Verpflichtung kann sich dieser auch nicht entziehen, da das Gesetz § 823 Absatz 1 BGB die Verschuldenshaftung ganz klar regelt.

Kindern, die sich beim Spielen auf dem Grundstück verletzen, ist er ebenso schadenersatzpflichtig wie dem Nachbarn, dessen Auto bei Dacharbeiten von herunterfallenden Rohstoffen beschädigt wurde. Für die Sicherheit und Vorsichtsmaßnahmen ist allein der Häuslebauer zuständig, auch wenn er andere Firmen und einen Architekten mit den Arbeiten betraut hat. Sollte etwas passieren, wird nur der zukünftige Hausbesitzer in Regress genommen. Im Schadensfall haftet der Bauherr in unbegrenzter Höhe. Ohne Bauherren-Haftpflichtversicherung könnte ein Schadenersatzanspruch somit existenzbedrohend sein, da der Bauherr mit seinem gesamten – auch zukünftigen – Vermögen haftet. Sie ist deshalb ein Muss für jeden Häuslebauer.

Bauherrenhaftpflicht im Überblick

  • Günstige Bauherrenhaftpflicht bereits ab 52,20 Euro als Einmalbetrag
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche (Rechtsschutzfunktion)
  • Regressansprüche der Berufsgenossenschaft eingeschlossen
  • „Bauen in eigener Regie“ versicherbar
  • Versicherungssumme zwischen 3 und 5 Mio. Euro wählbar
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Umfang der Bauherrenhaftpflicht

Von der Bauherrenhaftpflichtversicherung werden während der Bauzeit Schadensersatzansprüche dritter Personen gegen den Bauherrn sowie gegen mitversicherte Bauhelfer abgedeckt. Ansprüche der Bauhelfer gegen den Bauherrn infolge eines Unfalls auf der Baustelle werden durch die gesetzliche Unfallversicherung für Bauhelfer abgedeckt.

Die Versicherung gilt mindestens für eine Bauzeit von zwei Jahren, bei Fertighäusern sechs Monate.

Bestandteile der Bauherren-Haftpflichtversicherung:

  • Gesetzliche Haftpflicht des Bauherren
  • Gesetzliche Haftpflicht des Haus- und Grundbesitzers für das Baugrundstück
  • Prüfung geltend gemachter Schadenersatzansprüche
  • Übernahme berechtigter Ansprüche: Personenschäden, Sachschäden, Vermögensschäden
  • Übernahme des Rechtsschutzes im Falle eines Haftpflichtprozesses
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche

Unberechtigte Ansprüche wehrt die Versicherung ab.

Bauen in eigener Regie:

Bauherren, die am Bau selbst mit aktiv werden, sollten unbedingt ihren Versicherungsschutz um die Leistungspflicht „Bauen in eigener Regie“ erweitern. Somit sind auch Schadenersatzansprüche aus ihrer eigenen Tätigkeit mitversichert.

Nicht unter den Versicherungsschutz fallen unter anderem:

  • Schäden am eigenen Bauwerk sowie an geliehenen oder gemieteten Sachen
  • Haftpflichtansprüche aus Schäden durch Veränderung der Grundwasserverhältnisse
  • Vorsätzlich herbeigeführte Schäden
  • Haftpflichtansprüche aus Sachschäden, die durch Gebrauch eines Kraft-, Luft- oder Wasserfahrzeuges verursacht werden

Deckungssumme bei der Bauherrenhaftpflicht:

Personen- und Vermögensschäden können schnell in die Tausende von Euro gehen. Die Versicherung zahlt bis zur vereinbarten Deckungssumme. Diese sollte mindestens drei Millionen Euro pauschal für Personen- und Sachschäden betragen. Der Versicherungsbeitrag orientiert sich an der Deckungssumme und dem Baupreis.

Der Abschluss einer Bauherren-Haftpflichtversicherung erübrigt sich, wenn Sie Ihr Haus von einem Bauträger kaufen.

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Pflichten des Bauherrn

Als Bauherr sind Sie für die Verkehrssicherung auf und vor dem Baugrundstück verantwortlich. Nach dem Gesetz erstreckt sich die Haftung des Bauherrn auf folgende Punkte:

  • Auswahlpflicht:

    Sie sind ist dafür verantwortlich, einen fachlich geeigneten Architekt und ausreichend qualifizierte Handwerker und Unternehmen mit den Arbeiten zu betrauen.

  • Verkehrssicherungspflicht:

    Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass sich Baustelle und Zufahrtswege in einem solchen Zustand befinden, dass andere Personen nicht zu Schaden kommen.

  • Organisations- und Überwachungspflicht:

    Es obliegt Ihnen, die Baustelle ordnungsgemäß zu sichern und die Tätigkeit der mit den Bauarbeiten betrauten Personen und Unternehmen im Bereich des Zumutbaren zu überwachen.

Warnschild schützt nicht vor Ansprüchen Dritter

Sie können Ihre Haftung durch ein Schild keinesfalls ausschließen. Denn das Schild „Betreten verboten“ befreit Sie als Bauherrn nicht von Ihrer Sicherungspflicht des Bauvorhabens und somit auch nicht vor möglichen Schadenersatzansprüchen.

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