Gebäudeversicherung

Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch immer mehr für Haus- und Wohnungseigentümer spürbar. Es gibt kaum noch ein Jahr, in dem Deutschland nicht von Stürmen und Überschwemmungen verschont bleibt. Aber nicht nur Naturereignisse können enorme Schäden am Haus anrichten. Denn auch Feuer, Blitz, Hagel und auslaufendes Leitungswasser können hohe Kosten verursachen und somit zu einer starken finanziellen und existenzbedrohenden Belastung werden. Da die normale Hausratversicherung nur die Schäden an allen „beweglichen“ Gegenständen abdeckt, brauchen Haus- und Wohnungseigentümer eine Gebäudeversicherung, auch Wohngebäudeversicherung genannt. In dieser sind neben dem eigentlichen Gebäude auch alle mit dem Gebäude fest verbundenen Teile in der Wohngebäudeversicherung enthalten. Dazu zählen beispielsweise die Heizungsanlage, elektrische Anlagen sowie Einbaumöbel.

Bei einer Immobilienfinanzierung ist der Abschluss einer Wohngebäudeversicherung in der Regel Bedingung!

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Diese Schäden sind bei einer Gebäudeversicherung abgesichert

Gebäudeversicherung im Überblick

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Mit Gebäudeversicherung umfassend geschützt

Welche Schäden sind durch die Wohngebäudeversicherung abgedeckt?

Wie bereits eingangs erwähnt, wird durch die Gebäudeversicherung das Gebäude selbst, alle mit dem Gebäude fest verbundenen Teile und Zubehör, das der Instandhaltung des Gebäudes und dessen Nutzung zu Wohnzwecken dient, geschützt. In der Regel wird die Wohngebäudeversicherung als „verbundene“ Versicherung abgeschlossen. Abgesichert sind Feuer-, Leistungswasser-, Sturm- und Hagelschäden.

Feuerversicherung

Brand: Feuer, das ohne einen bestimmungemäßen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und das sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag

  • Schäden durch Kurzschluss oder Brandstiftung

Nicht versichert sind Schäden durch Hitze ohne Feuer, Sengschäden oder Feuerschäden an Gebäudeteilen, die Feuer oder Wärme ausgesetzt sind (z. B. Ofen, Kamin, Grill)

Blitzschlag: Direkter Einschlag eines Blitzes in das Gebäude

  • Schäden durch direkten Blitzeinschlag ins Haus bzw. Folgeschäden des Blitzschlages

Nicht versichert sind Schäden an elektronischen Bauteilen durch erhöhte Spannung, durch Blitzschlag ins Stromnetz – in diesem Fall ist eine Erweiterung um eine Zusatzversicherung für Überspannungsschäden sinnvoll

Explosion: Bei einer Explosion wird durch Gase und Dämpfe Energie freigesetzt

  • Schäden durch eine defekte Gasleitung im Haus
  • Glasschäden am Gebäude infolge einer Explosion in der Nachbarschaft

Im Regelfall ausgeschlossen sind Implosionsschäden, also Zerstörung eines Hohlkörpers durch äußeren Überdruck infolge eines inneren Unterdrucks (z. B. Bildröhren und Monitore)

Sturmversicherung

  • Schäden durch Hagel und Sturm ab Windstärke 8, also ab einer Windgeschwindigkeit von 63 km/h

Nicht versichert sind Regen-, Schnee- oder Hagelschäden am Gebäude, die durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster oder Türen entstehen und Schäden durch Überschwemmung, Sturmflut, Schneedruck, Lawinen (zusätzlich durch eine Elementarschadenversicherung versicherbar)

Leitungswasserversicherung

  • Schäden durch Leitungswasser, Frost und Rohrbruch – insbesondere Wasseraustritt aus
  • Zu- und Ableitungsrohren der Wasserversorgung und den mit dem Rohrsystem verbunden Einrichtungen
  • Einrichtungen der Warmwasser- oder Dampfheizung sowie Klima-, Wärmepumpen und Solarheizungen
  • Sprinkler- und Berieselungsanlagen

Nicht versichert sind Wasserschäden

  • durch Rohrbruch auf dem Nachbargrundstück,
  • durch Grundwasser, starke Niederschläge und Überschwemmungen und
  • durch Rückstau von Abwasser aus Rohren der öffentlichen Abwasserbeseitigung

Zwar können sich Hausbesitzer auch gegen einzelne Gefahren versichern, allerdings raten Experten davon ab.

Welche Kosten werden von der Versicherung übernommen?

  • Wiederaufbau des zerstörten Gebäudes: Übernahme des ortsüblichen Neubauwertes. Der Wiederaufbau muss innerhalb von drei Jahren erfolgen, ansonsten erhält der Versicherte nur noch den Zeitwert.
  • Reparaturkosten,
  • Entschädigung für beschädigtes oder abhanden gekommenes Gebäudezubehör,
  • Erstattung des ortsüblichen Mietwertes: höchstens zwölf Monate, sofern die eigene Wohnung nicht nutzbar ist.
  • Mietausfall, wenn vermietete Gebäudeteile nicht mehr benutzt werden können.

Die Übernahme der Kosten erfolgt bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Diese ist abhängig vom Wert der Immobilie. Ermittelt wird die korrekte Versicherungssumme durch die „gleitende Neuwertversicherung“. Dafür muss zunächst als Grundwert der fiktive Neubauwert des Hauses aus dem Jahr 1914 (auch „1914er Wert”) ermittelt werden. Dieser Grundwert ist mit dem gleitenden Neubauwertfaktor zu multiplizieren. Dieser Faktor berücksichtigt die aktuelle Preisentwicklung und wird jährlich vom Statistischen Bundesamt festgelegt. Durch die Ermittlung der „Versicherungssumme 1914“ kann eine Unterversicherung ausgeschlossen werden.

Die Vereinbarung eines Selbstbehaltes im Schadensfall lohnt sich im Hinblick auf die geringe Einsparung bei der Prämie nicht.

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