Mietkaution

Kautionsversicherung Mit Unterschrift eines Mietvertrages verpflichten sich Mieter in der Regel zur Hinterlegung einer Mietsicherheit, (umgangssprachlich „Mietkaution“) in Höhe von maximal drei Monatskaltmieten. Die Mietkaution dient der Sicherung von Ansprüchen des Vermieters aus dem Mietverhältnis. Die gesetzlichen Regelungen zur Mietkaution finden sich im § 551 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Fakten zur Mietkaution

  • Mietkaution muss vertraglich vereinbart werden
  • Drei Monatsnettomieten sind Obergrenze
  • Mietkaution kann als Barkaution auf Sonderkonto gezahlt werden
  • Alternativ Bankbürgschaft und Verpfändung des Sparbuches
  • Ohne Eigenkapital: Günstige Kautionsversicherung als Kautionssicherheit


Überblick über Mietkautions-Arten

Kautionsversicherung

Die Kautionsversicherung steht dem Vermieter für die Mietsicherheit als Bürge zur Verfügung. Der Mieter zahlt eine Jahresgebühr, die je nach Anbieter ca. 5 – 6 % der Kautionsleistung pro Jahr ausmacht. Durch die Bürgschaft entfällt das Hinterlegen der Mietkaution. Eine Kautionsbürgschaft ist vor allem dann sinnvoll, wenn kein Geld für die Kaution da ist. Dies ist oftmals dann der Fall, wenn der Mieter die Kaution vom alten Vermieter noch nicht wieder erhalten hat. Durch Abschluss einer Mietkautionsversicherung wird die Umzugskasse des Mieters entlastet. Der finanzielle Investitionsspielraum für die Anschaffung neuer Möbel oder die Renovierung wird vergrößert. Eine Kautionsbürgschaft erhalten nur Mieter, die eine ausreichende Bonität nachweisen können.

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Während die Kaution nach Ende des Mietverhältnisses ausgezahlt werden muss, erhalten Mieter die Versicherungsgebühr nicht wieder zurück.

Barkaution

Die Barkaution ist die wohl bekannteste und noch immer am häufigsten genutzte Variante. Der Mieter übergibt seinem Vermieter die vertraglich vereinbarte Kautionssumme in Bar. Diese wird auf einem Sonderkonto, getrennt vom übrigen Vermögen des Vermieters, bis zur Beendigung des Mietverhältnisses angelegt.

Vergleich.info Hinweis: Der Mieter kann die Summe in drei gleichen monatlichen Raten bezahlen. Gerät der Mieter allerdings mit der Zahlung von zwei der insgesamt drei Kautionsraten in Verzug, kann der Vermieter das Mietverhältnis fristlos kündigen.

Verpfändung

Bei dieser Variante legt der Mieter ein Mietkautionssparbuch auf seinen Namen an. Anschließend wird das Mietkautionssparbuch an den Vermieter verpfändet. Das Kapital wird mit dem für Spareinlagen üblichen Zinssatz verzinst und dem Mieter nach Ablauf des Mietverhältnisses ausgezahlt.

Bankbürgschaft

Im Falle einer Mietbürgschaft bürgt eine Bank oder Sparkasse, für die Verpflichtungen des Mieters einzuspringen, wenn dieser seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. Für die Bürgschaft verlangt das Kreditinstitut Zinsen.

Mündelsichere Wertpapiere

Die Kautionssicherheit kann auch in mündelsichere, also besonders risikolose und wertbeständige, Wertpapiere angelegt werden. Zur Anlage von Mündelgeldern zugelassene Wertpapiere sind insbesondere Pfandbriefe und verbriefte Forderungen.

Weitere Informationen zur Mietkaution

Wann kann die Mietkaution beansprucht werden?

In folgenden Fällen kann der Vermieter die Mietsicherheit zurückbehalten:

  • Ausstehende Mietzahlungen (Forderung muss unbestritten oder gerichtlich festgestellt sein)
  • Ausstehende Nebenkosten
  • Der Mieter hat durch unsachgemäßen Umgang mit der Mietsache Schäden verursacht, die seitens des Vermieters mit Reparaturleistungen bei Beendigung des Mietverhältnisses beseitigen muss.
Vergleich.info Hinweis: Der Mieter kann die Kaution nicht mit eventuellen Forderungen des Vermieters auf Zahlung von Miete verrechnen.

Ist die Mietkaution bei Insolvenz geschützt?

Damit der Mieter auch bei einer Insolvenz des Vermieters seinen Anspruch auf Rückzahlung der Kaution behält, muss der Vermieter die Kautionssumme treuhänderisch, das heißt getrennt von seinem sonstigen Vermögen, anlegen – § 551 Abs. 3 Satz 3 BGB. Mieter sollten dies prüfen, indem sie vom Vermieter einen Nachweis über die insolvenzsichere Anlage der Mietsicherheit verlangen (BGH, Az. XI ZR 132/06). Kommt der Vermieter der Aufforderung nicht nach, kann der Mieter die Kaution solange einbehalten, bis der Vermieter seiner Pflicht nachgekommen ist.

Liegt die Kaution beim Vermieter auf keinem Sonderkonto, handelt es sich bei dem Auszahlungsanspruch des Mieters nur um eine einfache Insolvenzforderung.

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