Motorradversicherung

Nicht nur Autofahrer, sondern auch Motorradhalter sind gesetzlich verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für das Kraftrad oder den Kraftroller abzuschließen und sich somit gegen berechtigte und unberechtigte Haftpflichtansprüche Dritter zu schützen. Für die Schäden am eigenen Fahrzeug hilft die Teilkasko- bzw. Vollkaskoversicherung.
Bei der Zulassung wird das Zweirad genauso behandelt wie ein PKW. Das Motorrad muss bei der Zulassungsbehörde an- und abgemeldet werden und bekommt ein Europakennzeichen oder ein Saisonkennzeichen.

Für Mofas und Quads gibt es das Versicherungskennzeichen zusammen mit der Haftpflichtversicherung direkt vom Versicherer, so dass sich die An- oder Abmeldung bei der Zulassungsstelle erübrigt. Die Höhe der Versicherungsprämie richtet sich zum einen nach dem Wohnort des Versicherungsnehmers (Regionalklassen) zum anderen nach der persönlichen Schadenfreiheitsklasse, die sich durch die Anzahl der schadenfreien und versicherten Jahre bestimmt. Da die Beiträge zur Motorradversicherung stark variieren, empfiehlt sich ein Vergleich der einzelnen Versicherungen – selbstverständlich unverbindlich und kostenlos.

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Saisonkennzeichen: Winterpause für das Motorrad

Viele Biker holen ihr Motorrad nur im Sommer aus der Garage. In diesem Fall empfiehlt sich ein Saisonkennzeichnen. Mit diesem kann die Zulassung des Motorrads auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt werden, Steuern und Versicherungen werden gespart, zudem muss das Fahrzeug nicht immer an- und abgemeldet werden. Der Saisonzeitraum muss sich zwischen zwei und elf Monaten bewegen und kann vom Motorradhalter individuell festgelegt werden. Außerhalb dieser Monate ist das Motorrad zwar noch zugelassen, darf aber nicht im öffentlichen Verkehrsraum in Betrieb gesetzt und abgestellt werden. Somit auch nicht auf Gehwegen und öffentlichen Parkplätzen geparkt werden.

Zeitraum für ein Saisonkennzeichen

Das Saisonkenzeichen muss nur einmalig beantragt werden. Die Berechnung des Versicherungsbeitrages erfolgt nach der Anzahl der Monate. Der Saison-Zeitraum bemisst sich immer nach vollen Monaten und wird im Fahrzeugschein, in der Versicherungskarte sowie auf dem Kennzeichnen vermerkt. Stehen auf dem Nummernschild beispielsweise die Zahlen 04 und 10 untereinander, darf das Motorrad vom 1. April bis zum 31. Oktober gefahren werden.

Ruheversicherung

Außerhalb des Saison-Zeitraums läuft die Versicherung beitragsfrei als so genannte „Ruheversicherung“ weiter. Dann beschränkt sich der Versicherungsschutz nur auf bestimmte Risiken und auf den Raum, in dem das Motorrad abgestellt wurde oder auf einen umfriedeten Abstellplatz. Wird das Zweirad unbefugt benutzt und ein Haftpflichtschaden verursacht, erhält der Versicherte den Schaden von seiner Versicherung ersetzt. Unter bestimmten Voraussetzungen tritt auch die Kaskoversicherung ein, beispielsweise bei einem Brandschaden.

Außerhalb des Betriebszeitraums sind Fahrten im Zusammenhang mit dem Zulassungsverfahren zulässig. Auch Fahrten zur Haupt- und Abgasuntersuchung innerhalb des zuständigen Zulassungsbezirkes sind erlaubt.

Versicherung für Moped und Mofa

Nach Angaben des GDV verursachen Mofas und Mopeds etwa doppelt so viele Schäden wie Motorräder. Allein im Jahr 2010 wurden 29.700 Haftpflichtschäden registriert, die Leistungen, die die deutschen Versicherer an Geschädigte zahlten, bewegten sich um die 75 Millionen Euro.

Zwar besteht eine Versicherungspflicht für Mofas und Mopeds bis 50 ccm und mit einer Geschwindigkeit bis 45 km/h, allerdings müssen diese nicht beim Straßenverkehrsamt an- oder abgemeldet werden. Mit der Kfz-Haftpflichtversicherung wird das Versicherungsschild automatisch mitbezahlt und herausgegeben. Mit jedem Versicherungsjahr wechselt die Farbe des Kennzeichens zwischen blau, grün oder schwarz. Seit dem 1. März 2012 dürfen Mofa- und Mopedfahrer nur noch mit dem blauen Kennzeichen fahren. Dieses gilt für ein Jahr, spätestens bis zum 28. Februar 2013. Wird das Schild nicht gewechselt, besteht kein Versicherungsschutz, der Fahrer macht sich somit strafbar. Baut ein Mopedfahrer mit abgelaufenem Kennzeichen einen Unfall mit Personen- oder Sachschaden haftet er für den entstandenen Schaden vollumfänglich. Außerdem macht sich der Fahrer strafbar, da er gegen das Pflichtversicherungsgesetz verstößt.

Das Versicherungskennzeichen gilt für folgende Fahrzeuge:

  • Kleinkrafträder – bis 50 ccm Hubraum und einer Geschwindigkeit von max. 45 km/h
  • Elektrofahrräder oder E-Bikes – mit Tretunterstützung: über 25 km/h, mit tretunabhängiger Motorunterstützung: über 6 km/h bis max. 45 km/h
  • Quads und Trikes- bis 50 ccm Hubraum und einer Geschwindigkeit von max. 45 km/h
  • Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb – bis 20 km/h
  • E-Roller – mit Betriebserlaubnis und maximaler Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h
  • Motorisierte Krankenfahrstühle
  • Mofas und Mopeds aus der DDR-Produkten – mit max. 60 km/h, die bereits vor dem 1. März 1992 versichert waren


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