Grundfähigkeitsversicherung

Jeder Mensch verfügt über bestimmte Grundfähigkeiten, z. B. gehen, sprechen, sich zu orientieren oder seine Hände zu benutzen. Was passiert, wenn eine oder mehrere dieser Fähigkeiten plötzlich wegfallen. Der Verlust der sogenannten Grundfähigkeiten führt generell zu starken Einschränkungen und mitunter lässt sich die bisherige berufliche Tätigkeit nicht mehr bzw. nur noch rudimentär ausüben. Darunter leiden nicht nur die eigenen Möglichkeiten, sondern auch finanzielle Konsequenzen sind in der Regel die Folge. Für dieses Szenario bieten Versicherungen eine adäquate Lösung mit der Grundfähigkeitsversicherung. Mit dieser Versicherung lassen sich die potentielle finanzielle Verluste auffangen.

Übrigens: Zu den versicherbaren Einschränkungen gehören auch Tätigkeiten wie Heben/Tragen oder Auto fahren.

Details zur Grundfähigkeitsversicherung

Wichtige Infos zur Grundfähigkeitsversicherung

  • Schutz bei Verlust einer körperlichen Grundfähigkeit
  • Absicherung gegen die Folgen von Krankheit, Unfällen, Körperverletzung oder dem Alter
  • Alternative zur BU-Versicherung
  • Monatliche Rentenzahlung im Leistungsfall
  • Bereits für niedrige Beiträge möglich
  • Kostenloser und unabhängiger Vergleich



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Leistungen und Beiträge

Eine Grundfähigkeitsversicherung lässt sich üblicherweise bis zum 65. Lebensjahr abschließen.

Wichtig: Achten Sie bei einem langfristig ausgelegtem Vertrag auf eine dynamische Veränderung der versicherten Rente, das heißt die Versicherungssumme sollte sich mit dem Alter anpassen – z. B. um die Inflation oder wachsende Kostenfaktoren auszugleichen. Meist fällt der Beitrag dann etwas höher aus, allerdings profitieren Versicherungsnehmer auf diese Weise von einer optimalen Absicherung.

Die ideale Beitragshöhe sowie der Leistungsumfang der Grundfähigkeitsversicherung lassen sich unkompliziert durch einen Versicherungsvergleich anfragen. Nutzen Sie dazu einfach das auf dieser Seite vorhandene Formular.

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Grundfähigkeitsversicherung vs. BU-Versicherung

Vielfach wird die Grundfähigkeitsversicherung mit der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) verglichen. Beide Versicherungsformenähneln sich in ihrem grundlegenden Prinzip, also der finanziellen Absicherung bei gesundheitlicher Beeinträchtigung. Allerdings gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich des Leistungsanspruchs sowie der versicherbaren Personen. Grundfähigkeitsversicherungen eignen sich z. B. auch für Menschen, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit oder bestimmter Vorerkrankungen gar keine BU-Versicherung abschließen können. Zudem ist die Grundfähigkeitsversicherung eine Option für Hausfrauen/Hausmänner, die von den meisten BU-Versicherern in der Regel abgelehnt werden. Die Grundfähigkeitsversicherung erweist sich hier als relativ günstige Alternative.

Wichtig: Prüfen Sie die Kriterien für den Leistungsfall vor Vertragsabschluss, um potentiellen Ausschlüssen vorzubeugen.


Basis der Versicherung: Fähigkeitenkatalog I und II

Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt bei Verlust einer oder mehrerer der folgend angeführten Fähigkeiten (siehe Fähigkeitenkatalog I und II) aufgrund von Krankheit, eines Unfalls, Körperverletzung oder aus altersbedingten Gründen. Die Auszahlung erfolgt meist als monatliche Rente.

Ein Versicherungsfall tritt dann ein, wenn der Versicherte eine Fähigkeit aus Katalog I oder drei Fähigkeiten aus Katalog 2 für min. 12 Monate verliert oder voraussichtlich durchführen kann oder Pflegestufe 2 bzw. 3 erreicht.

Fähigkeitenkatalog I
Fähigkeit Einschränkung
Sehen Sehkraft auf beiden Augen eingeschränkt – je Auge ist die Sehkraft geringer als 1/25 (4%) der normalen Sehfähigkeit
Sprechen Der Versicherungsnehmer ist nicht mehr in der Lage sich über Sprache zu artikulieren, d. h. ein verständliches Wort auszusprechen
Sich orientieren Der Versicherungsnehmer hat die Fähigkeit verloren, sich örtlich, zeitlich oder zur eigenen Person zu orientieren
Hände gebrauchen Der Versicherungsnehmer kann weder mit der rechten noch der linken Hand ein Stift halten oder eine Tastatur verwenden
Fähigkeitenkatalog II
Fähigkeit Einschränkung
Hören Der Versicherte kann kein Geräusch mehr wahrnehmen und nichts mehr hören
Gehen Leistungen werden dann gewährt, wenn der Versicherte auf ebenem Boden keine 200 Meter gehen kann, ohne zu pausieren, sich festzuhalten, sich zu setzen oder sich abstützen zu müssen.
Sitzen Leistungen werden dann gewährt, wenn der Versicherte keine 20 Minuten auf einem Stuhl ohne Armlehne sitzen kann
Stehen Leistungen werden dann gewährt, wenn der Versicherte keine 10 Minuten stehen kann, ohne sich abzustützen
Greifen Der Versicherungsnehmer kann aufgrund der Beeinträchtigung weder mit der rechten noch der linken Hand eine Flasche mit Schraubverschluss mehr öffnen
Arme bewegen Der Versicherungsnehmer kann nicht ohne Hilfe eine Jacke anziehen. Die Fähigkeit eine Jacke zu öffnen oder zu schließen ist nicht relevant
Knien oder Bücken Der Versicherte ist nicht in der Lage sich hinzuknien oder zu bücken, um einen leichten Gegenstand aufzuheben und sich danach wieder aufzurichten
Treppen steigen Der Versicherte ist nicht in der Lage eine Treppe mit zwölf Stufen hinauf- und hinunterzugehen, ohne eine Pause von einer Minute zu machen oder sich am Treppengeländer festzuhalten
Heben und Tragen Der Versicherte kann weder mit dem rechten noch mit dem linken Arm einen Gegenstand von zwei Kilogramm von einem Tisch anheben und fünf Meter tragen
Auto fahren Aus medizinischen Gründen darf der Führerschein nicht erteilt werden bzw. muss ein bereits ausgestellter Führerschein aus nachweislich medizinischen Gründen zurückgegeben oder entzogen werden

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