Wertpapierdepots und Online-Broker im Vergleich

Wenn Sie in Wertpapiere investieren möchten, benötigen Sie zunächst ein Wertpapierdepot in dem die Papiere eingelagert und Vorgänge rund um diese Form der Geldanlage organisiert und verwaltet werden. Die Eröffnung eines solchen Depots bei einer Bank oder einem Online-Broker versetzt Sie als Anleger in die Lage, verschiedenste Arten von Wertpapieren und Wertpapierderivaten aktiv zu handeln. So können Sie sich etwa durch Aktienerwerb an börsennotierten Unternehmen beteiligen und von deren Entwicklungen langfristig profitieren oder gezielt zum Zwecke der Gewinnerzielung aktiv ETFs, CFDs, Optionen et cetera marktabhängig kaufen und veräußern.

Wertpapierdepots werden von Direktbanken und Online-Brokern oftmals kostenfrei angeboten und elektronisch geführt. Sie als Anleger handeln per Online-Maske über das Internet oder können Orders per Telefon oder Fax übermitteln.

Einzahlungen auf das Wertpapierdepot erfolgen im Regelfall von einem im Voraus festgelegten Referenzkonto, auf welches auch Auszahlungen von Depot getätigt werden können.

Bei den meisten Online-Brokern und Direktbanken in unserem Vergleich ist auch optional die Führung eines vollwertigen Girokontos möglich, so dass Transaktionen vom und auf das Wertpapierdepot noch schneller und komfortabler erfolgen können. Oftmals errhalten Sie zudem attraktive Tagesgeldzinsen auf das im Handelskonto befindliche Geldvermögen.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Wertpapierdepot und den Transaktionskosten beim Wertpapierhandel

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Gemeinsamkeiten der Depots im folgenden Vergleich

  • Depoteröffnung kostenfrei
  • Depotübertrag kostenfrei
  • Online-Trading & Onlinebanking
  • Orders per Telefon/Fax gegen Aufpreis möglich
  • Intraday-Trading möglich (Ausnahme: netbank)
  • Preise zzgl. Mehrwertsteuer

Anbieter &
Produkt
Depot-
kosten
Mindest-
provison
Orderkosten im börslichen
Handel pro Trade
Börsenplätze Außer-
börslicher
Handel
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Stand: 18.05.2012

Gebühren im Wertpapierhandel

Die meisten Online-Broker und Direktbanken aus unserem Vergleich verzichten komplett auf eine Gebühr zur Depotführung. Bei einigen Anbietern ist jedoch eine geringe monatliche Gebühr fällig, die oftmals aber entfällt, sobald regelmäßig Trading-Aktivitäten stattfinden, egal ob aktiv gehandelt wird, oder kontinuierlich in Wertpapiersparpläne investiert wird.

Die Depotgebühr macht beim Wertpapierhandel ohnehin der geringste Teil der möglichen Kosten aus. Der deutlich größere Teil entfällt auf die so genannten Transaktionskosten. Diese Kosten entstehen bei jeder Order beziehungsweise jedem Trade, also bei jeder Handelsaktivität die Sie durchführen. Solche Aktivitäten können sein Ausführungen und Teilausführung pro Kauf, Verkauf oder Zuteilungen aus Zeichnungen et cetera. Es lohnt sich also, die Gebührenmodelle der Broker genau zu vergleichen.

Orderkosten

Die Orderkosten unterscheiden sich in Ihrer Zusammensetzung in Abhängigkeit von der Art der Ordervorgängen und Art der gehandelten Wertpapiere. Anteile von Investmentfonds etwa werden meist außerhalb der Börsen über Fondsgesellschaften gehandelt. Hier wird pro Order der Ausgabeaufschlag der entsprechenden Fondsgesellschaft fällig. Der Verkauf beziehungsweise die Rückgabe von Anteilen an die Fondsgesellschaft ist dagegen kostenfrei. (Weitere Informationen zum Thema Fonds und Geldanlage finden Sie in unserem Vergleich der Fondsbroker)

Bei börslich gehandelten Fondsanteile sowie allen anderen an der Börse gehandelten Wertpapieren und Derivaten wird dagegen kein pauschaler Ausgabeaufschlag gezahlt, sondern die Gebührenmodelle der Online-Broker finden Anwendung.

Meist setzen sich die Kosten pro Order aus einem Grundentgelt und einer prozentual vom Ordervolumen abhängigen Provision zusammen. Oftmals geben die Anbieter zudem eine Mindest- und eine Maximum-Provision vor, in deren Rahmen sich die vom Broker abhängigen Orderkosten bewegen. Gerade Kleinanleger mit geringen Ordervolumina werden hier unabhängig vom Gebührensatz zumeist die Mindestprovision entrichten müssen.

Beispiel: Mindestprovison je Trade 9,90 €
Order-
volumen
Grund-
entgelt
Variable
Provision
ergibt Gebühr
tatsächlich
4.000 € 4,95 € 0,30 % 16,95 € 16,95 €
1.000 € 4,95 € 0,30 % 7,95 € 9,95 €

Ab einer gewissen Zahl an Trades pro Monat können Sie ein Teil der Provisionsgebühren sparen, denn das Gros der Anbieter aus unserem Vergleich bietet attraktive Rabatte für aktive Trader.

Fremdspesen

Zu diesen von Ihrem Broker abhängigen Gebühren addieren sich in der Regel noch die so genannten Fremdspesen, die in Abhägigkeit vom Handels- bzw. Börsenplatz, der Art der Wertpapiere und dem Ordervolumen entstehen. Beispiele hierfür sind Maklercourtagen, Handelsentgelte, Einschreibegebühren für Namensaktien et cetrea. Diese Kosten entstehen dem Broker direkt durch Ihre Trading-Aktivitäten und werden an Sie weitergereicht.

Nachfolgend sehen Sie eine Übersicht der deutschen Börsenplätze. (Eine detaillierte Darstellung der Kostenstruktur ist wegen der hohen Komplexität an dieser Stelle leider nicht möglich. Die notwendigen Angaben und den aktuellsten Stand finden Sie auf der Homepage der jeweiligen Börse.)

Beispiele für Börsengebühren (Preisangaben ohne Gewähr)
Börsenplatz
(Deutschland)
Gebühren
pro Trade ab
URL
Xetra 1,89 € www.deutsche-boerse.com
Scoach 0,76 € www.scoach.de
Euwax 0,76 € www.eurexchange.de
Frankfurt FFB 4,92 € www.boerse-frankfurt.de
Stuttgart 6,27 € www.boerse-stuttgart.de
München 2,13 € www.bayerische-boerse.de
Hamburg-Hannover 2,30 € www.boersenag.de
Berlin 2,18 € www.boerse-berlin.de
Düsseldorf 2,18 € www.boerse-duesseldorf.de

Weitere Kosten

Weiter Kosten können für den Ordervorgang an sich anfallen. So können Orders die nicht online sondern per Telefon oder Fax ausgelöst werden, durchaus 10 Euro extra kosten. Ebenso müssen die Kosten für Orderänderungen und Teilausführungen betrachtet werden. Teilausführungen kommen dann zustande, wenn die georderte Menge an Wertpapieren zu Zeitpunkt Ihrer Order nicht in der gewünschten Menge zur Verfügung steht. In diesem Falle wird zu zunächst ein Teile der Order ausgeführt, der Rest bei Verfügbarkeit der Wertpapiere.

Tipp: Außerbörslicher Direkthandel

Viele Online-Broker offerieren ausgewählte Wertpapiere im außerbörslichen Direkthandel. Hier lohnt sich ein Blick, denn die angebotenen Papiere sind auf diesem Wege in der Regel deutlich günstiger zu haben als an den Börsen, da die Handelspartner der Broker hier besondere Aktionen anbieten. Doch Achtung, die Performance des Wertpapieres muss stimmen, sonst sparen Sie an der falschen Stelle!

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