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Per Definition handelt es sich schlicht um den anhaltenden Anstieg des Preisniveaus. Erhöhen sich die Preise für Waren und Dienstleistungen allgemein, also nicht nur für einzelne Produkte, so wird von Inflation gesprochen. Je nach Blickwinkel sind die Güter entsprechend teurer oder der Euro schlicht weniger Wert. Insbesondere bei Lebensmitteln, Mieten oder Stromkosten empfinden Verbraucher die Preissteigerungen als besonders deutlich. Während jene Inflation allerdings gewöhnlich negativ konnotieren, gilt eine „gesunde Inflation“ wirtschaftlich gesehen als Voraussetzung für Wachstum. In der Regel liegt die Inflationsrate derzeit zwischen 1 – 2 Prozent. Unter 0 Prozent wird daraus eine Deflation. Bei exakt 0 Prozent handelt es sich um Stagflation.

Wie wird die Inflationsrate gemessen?

Um die Inflation, also den durchschnittlichen Preisanstieg zu berechnen, werden die Ausgabeangewohnheiten von privaten Haushalten regelmäßig statistisch erfasst. In Deutschland befragt das statistische Bundesamt alle fünf Jahre rund 60.000 Haushalte über ihre Kauf- bzw. Konsumgewohnheiten. Aus der gewonnenen Dokumentation erstellen die Statistiker einen möglichst repräsentativen Warenkorb, der unter anderem Lebensmittel, Wasser, Wohnung, Brennstoff, Gesundheit, Kommunikation, Freizeit sowie Preisen für Verkehrsmittel als Kategorien enthält.

Gradmesser der Inflation: Verbraucherpreisindex

Insgesamt beinhaltet der gesamte Warenkorb rund 300.000 Einzelpreise. Um die Preisentwicklung der verschiedenen Posten nachzuvollziehen, werden die einzelnen Posten monatlich erfasst und anschließend in ca. 700 Gütergruppen eingeteilt. Entsprechend den Ergebnissen des Vorjahres wird aus für jede Güterart die durchschnittliche Preisentwicklung errechnet. Das Resultat lässt sich im sogenannten Verbraucherpreisindex nachlesen. Jener dient meist als Gradmesser der Inflation.

Inflation in Europa

Wissenswert ist, dass die durchschnittliche Preisentwicklung verschiedener Güterarten zusätzlich gewichtet wird – immer anhand des Ausgabenanteils, den private Haushalte dafür ausgeben. Außerdem wichtig: Die Inflationsrate stellt nicht die Situation einzelner Haushalte dar, sondern überträgt die Entwicklung auf sämtliche privaten Haushalte. Da die Ergebnisse in Deutschland nicht zwangsläufig denen anderer europäischer Staaten entsprechen, wird für diese Bemessung der sogenannte harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI – Harmonised Index of Consumer Prices) herangezogen.

Aktuelle Statistiken zur Inflation finden Sie unter dem folgenden Link:

Aktuelle Statistiken zur Inflation

Inflationsrechner

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